Vom Einwanderer zum wichtigsten Versorger – die Geschichte unseres Kaffees




Feinster Arabica Bourbon-Kaffee von der Insel La Réunion, der auch heute noch eine der bevorzugten Pflanzen am Kilimanjaro ist, wurde von Missionaren gegen 1890 in der Region eingeführt. Die ausgezeichneten geographischen und klimatischen Bedingungen sorgten dafür, dass der Kaffee vom Kilimanjaro weltweit zum Synonym für Spitzenkaffee wurde.

Anfänglich nur auf Plantagen kultiviert, wurde der Kaffee bald auch vom geschäftstüchtigen Stamm der Chagga angenommen und bildet bis heute als Hauptwirtschaftsgut einen festen Bestandteil der „Shamba“ eines jeden Kleinbauern. 

Im Jahre 1973 traf die damalige Regierung den weitreichenden Beschluss, alle privaten Plantagen zu verstaatlichen und in den Besitz von Dorfkooperativen zu übergeben. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte reduzierte sich die Produktion der Plantagen in immer stärkerem Maße, bis Anfang der 90er eine Situation der nahezu vollständigen Unproduktivität erreicht war.

Um der Plantagenproduktion einen Neuanfang zu ermöglichen, förderte die Regierung Ende der 90er die Kooperation von privaten Investoren und Dorfkooperativen mit dem Ziel einer langfristigen Zusammenarbeit.

In den Jahren 1999 bis 2003 unterschrieb Kilimanjaro Plantation langfristige Leasing-Verträge mit vier Dorfkooperativen für acht aneinander angrenzende Estates, um sie zum heutigen Gebiet der Kilimanjaro Plantation zusammenzuführen. Neben dem Einkommen aus den jährlichen Leasing-Zahlungen, das die Kooperativen im wesentlichen für den Erhalt und die Erweiterung der sozialen Struktur (Schulen, Krankenhäuser, Wasserversorgung etc.) verwenden, bietet Kilimanjaro Plantation hunderte von Arbeitsplätzen, die ein regelmäßiges Einkommen in einer ländlichen Region ermöglichen. Die Steigerung der individuellen Kaufkraft verbesserte auch die wirtschaftliche Infrastruktur innerhalb der Dörfer (Geschäfte, Dienstleister). Die neu entstandenen Arbeitsplätze haben wiederum zu einer erheblichen Reduzierung der Landflucht geführt und damit auch einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der sozialen Strukturen geleistet.